Um sieben Frühstück im Pilgerzimmer, selfmade, Kaffeemaschine, Brot, Milch im Kühlschrank, Marmelade.
Gegenüber eine Boulangerie, Croissants, Baguette al Proviant. Die junge Französin geht nach uns los, die beiden Profipilger sind bereits los. Kurz hinter Juzet muss man sich entscheiden, weiter Straße langsam bergauf, dafür länger oder Wanderweg, steil, dafür kürzer. Die Wahl nimmt uns das Paar von gestern am Col ab, während sie freundlich grüßt, muffelt er wieder nur, da hat mein Mann schnell entschieden, die nehmen Wanderweg, als nehmen wir Straße. Und es zieht sich und zieht sich und zieht sich. Laufend wechseln wir die Straßenseiten, um im Schatten gehen zu können. Am Col endlich angekommen, gibt es dort oben einen hübshen Campingplatz mit Restaurant. Ferme. Nur am Weekend offen, erklärt uns der junge Mann und nach Bitten und Betteln verkauft er uns wenigstens zwei Cola, die sind im Nu hinuntergelaufen. Herrlich. Kurz darauf geht es einen Waldweg hinab nach Saint-Pe-d' Ardet, steinig, ich komme nur langsam voran, obwohl im Schatten, blendet die Sonne. Im Dorf gibt’s ne Kneipe, wir verlangen Cola und Wasser mit Gas und mischen es, null komma nix getrunken. Wir checken die Busverbindungen, 36 Grad. Langsam schleppen wir uns bis Ore, das ist nicht weit und ab hier gibt’s eine Bus nach Barbazan. Am liebsten wülrde ich mich irgendwo in den Schatten legen und liegen bleiben. An der Kirche gibt’s eine Bank im Schatten, ich leg mich drauf und rühre mich nicht. Wir brauchen dringend eine Pause, obwohl wir ja erst zwei Tage nach dem Pausentag unterwegs sind. An der Bushatestelle schicke ich meinen Mann ins gegenüberliegende Autohaus Wasser holen. In Barbazan schließlich geht’s nochmal schattenlos ca einen Kilometer sanft bergauf. Die Gite ist schön und modern, wir haben das Ferienhaus allein und ich frag, ob wir einen Tag länger bleiben dürfen, das Wort Kaputt versteht man, glaube ich, auf jeder Sprache. Die Wirtin ist nett und macht einem angenehmen Preis, und in Anbetracht eines fehlenden Supermarktes fährt sie meinen Mann ins nächste Dorf, super. Morgen gibt’s nen Ruhetag, der Ventilator steht nicht still.
27.05.2026 Barbazan
man geht heute nicht in die Berge , wir sitzen die Hitze aus.
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