18.05.2026 Pamiers - Montegut Plantaurel 26,4 km
Unsere
Pilgertour auf der Voi Piemont Pyrenee geht weiter.
Nachdem
wir im vergangenen Jahr entgegen unseres Vorhabens nur bis Pamiers
und nicht wie geplant bis nach St. Lizier gelaufen sind, starten wir
also in diesem Jahr in Pamiers. Je weiter wir auf dem Weg kommen und
je südlicher wir einsteigen, um so länger gestaltet sich die
Anreise. So kamen wir nach vier Zügen und einer Zwischenübernachtung
Sonntag in Pamiers an, hatten ziemlich Stress mit der über
booking.com gebuchten Ferienwohnung, der Typ wollte 300,- Euro
Kaution überwiesen haben, was allerdings nur im Kleingedruckten
stand und das auch erst nach der Buchung. Zack, storniert und zum
Glück noch ein Hotelzimmer im einzigen Hotel am Platz gekriegt.
Fängt
ja gut an !
Weiter
im Plan, geht es nach gutem Schlaf endlich los.
Auf
das Hotelfrühstück verzichten wir und besuchen erstmal
die
Kirche Notre Dame du Camp, um vielleicht einen Stempel für den
Pilgerpass zu bekommen. Uns bemerkt ein Mann, der gerade aus dem
Beichtstuhl kommt und er führt uns ein paar Straßen weiter ins
kirchliche Sekretariat, einen hübschen Stempel gibt’s und gute
Wünsche für den Weg. Die brauchen wir heute. Nach dem Frühstück
in einer Boulangerie im Stadtzentrum gehs flott hinaus und etwas
hinauf, viel Matsch, wir schliddern laufend zurück, dabei sind wir
erst in den Ausläufern der Pyrenäen. Oben, an einem kleinen
Asphaltsträßchen fliegen dann erstemal die Stöcke auf die Straße.
Zum Glück ist es bewölkt und wir trotten Sträßchen weiter. Keine
Ortschaften liegen am Weg, einige hübsche Wohnhäuser und hurra eine
Sitzgelegenheit für Pilger. Danke. Nach der Pause geht’s durch
kleine Wäldchen, an Feldern entlang, mir Rast an der Mairie in
Saint-Victore-Rouzaud, und ich bin ja immer beeindruckt von den
teilweise ziemlich gepflegten Plätzen, mag der Ort auch noch so
klein sein, es gibt Bänke, Wasserstellen und öffentliche
Bücherschränke. Nur Bushaltestellen, die gibt’s nicht. Und so
trotten wir immer weiter, Montegut Plantaurel kann man bald von oben
sehen, auch die Straße, die in endlosen Kurven hinab führt,
mehrmals chatte ich mit Virginie, der Besitzerin der heutigen Gite
und verschiebe unsere Ankunftszeit.
Das
Ehepaar ist sehr nett, Manuel spricht deutsch, das Zimmer ist sauber
und eine große Dusche gibt’s auch. Zudem
Table
d hote, die beiden kochen für uns, Zucchinisuppe, Kartoffelauflauf,
Erdbeeren aus dem Garten und selbstverständlich Käse. Wir
unterhalten uns angeregt und schlafen gut. Danke Euch beiden.
Erkenntnis
des Tages : Langer Tag – fliegende Wanderstöcke- am Ende
Gastfreundschaft und alles ist gut.