Sonntag, 24. Mai 2026

 23.05.2026 Castillon-en-Couserans - Saint-Lary  (20 km Bus)

 

Zum Glück ist heute Samstag, da gibt’s einen Bus direkt nach St. Lary. So lassen wir's ruhig angehen, denn er fährt erst kurz vor eins. In der einzigen Bar am Platz gibt’s Cafe au lait, neben an im Dorf-Carrefour Proviant für die nächsten zwei Tage. Der Bus ist pünktlich und bringt uns hinauf bis nach St. Lary. Und was für ein hübsches Dörfchen, sauber, gepflegt, Ausgangspunkt für Wanderungen in den französischen Pyrenäen, Bikerstopp, mit einer Auberge Logis de France, die neben Hotelzimmer auch zwei kleine Studios hat, und eines davon beziehen wir für zwei Tage, Ruhetag mit Waschmaschine. Duschen, Waschen, Kochen, Essen, Schlafen, Rundgang durchs Örtchen, einen Kaffee und Eis. Und blog schreiben. 


 


So, 24. Mai Ruhetag in St. Lary

Frohe Pfingsten

 

 22.05.2026 Saint Lizier - Castillon-en-Couserans  20,2km

Meinem Mann geht’s wieder besser, es war zu heiß gestern. So besichtigen wir noch die Kathedrale, machen unseren obligatorischen Morgendreh und ziehen bergab, überqueren den Salat und nehmen den Wanderweg Richtung Moulis, durch gepflegte kleine Wohnsiedlungen, der Baustil einiger Häuser ähnelt manchmal schon den spanischer Finkas. Auch einige Straßennamen. Am Flüsschen Lez entlang führt die Route idyllisch bis nach Moulins, hier gönnen wir uns an einem Straßenpavillon wieder selbstgebackenen Croustard und eine längere Pause. Schwer kommt man dann wieder hoch, und fast jede Bank ist unsere. In Louzenac hoffen wir, auf einem Campingplatz etwas zu trinken zu kriegen, Fehlanzeige, schmutzig. Außerhalb von Engomer entdecken wir ein Wohnmobil, vor dem eine Frau sitzt. Hilfsbereit bietet sie uns Wasser und eine Sitzpause an. Wir kommen mit ihr wieder mit Hilfe des Googleübersetzers ins Gespräch, sie ist Zeugin Jehovas und zieht mit ihrem Wohnmobil durchs Land. Und ab jetzt geht’s nur noch schleppend eine kleinen Asphaltweg bis nach Castillon-en-Couserans. Ich bin fix und fertig als wir die Touristeninformation erreichen. Die Mitarbeiterin erklärt uns, dass es hier für diese Jahreszeit viel zu heiß sei und vermittelt uns zur Pilgerunterkunft, ein ehemaliges Kapellchen. Ausreichend für maximal zwei Pilger. Der Eingang zu Bad und Toilette erfolgt von der Straße, der zum Bett 20 m seitlich davon über den Spielplatz. Obwohl die Gemeinde mit einem großen Schild am Ortseingang als Commune halte Chemins de Compostelle wirbt, erscheint die Herberge doch ein bisschen ungepflegt, so dass wir kurzerhand unser Pilgermenü nach draußen verlagern und morgen den Bus nach St. Lary nehmen werden. Denn es wird hinein gehen in die französischen Pyrenäen und viele Höhenmeter warten auf uns. Da gibt’s den ersten Ruhetag.


Erkenntnis des Tages: Viel trinken !!!

 


 

 

21.05.2026 Clermont - Saint Lizier  14,7km

Morgens halten wir uns nicht lange beim Frühstück auf, es geht nach St. Lizier und wird heiß. Wir nehmen Wanderweg, vorbei an einsamen Gehöften, rechts und links viel Grün, herrliche Landschaft. Nur eben ziemlich warm, und mal wieder ein viel zu schwerer Ruksack. Wie man's macht ist's eben falsch. Letztes Jahr musste ich laufend mein Shirt wechseln, da es durchgeschwitzt war und es dermaßen kalt windete dort um Carcassone und Mirepoix, so dass ich unmöglich mit nassem Shirt hätte laufen können. Diese Jahr, mit einigen mehr Shirts im Gepäck schwitze ich ob der Höhenmeter zwar mehr, aber es ist so warm, dass ein Shirt im Nu in der Pause trocknet.

An einem kleinen Gehöft sehen wir einen alten Opa und fragen, ob wir auf seinen vorm Haus platzierten Stühlen eine kurze Pause machen dürfen, er kommt mit dazu, beginnt zu erzählen und ist sichtlich begeistert vom Googleübersetzer. Aber wir müssen weiter. Irgendwann tauchen dann schneebedeckte Berge vor uns auf, der Blick auf die Pyrenäen. Hier unten allerdings wird die Hitze unerträglich, wir schleppen uns hinunter nach Lescure bis zur Mairie, checken den Busfahrplan, füllen die Wasserflaschen und harren eine Stunde fast unbeweglich auf der Bank. Mit dem Bus geht’s dann bis St. Girons und weiter einen breiten Fahrweg am Salat(Fluss) entlang bis an eine Brücke, die hinüber nach St. Lizier führt. Und wie es sich für einen Bischofssitz gehört, natürlich bergauf, ohne Schatten. Die hiesige Pilgerherberge ist in einem ehemaligen Hotel untergebracht, heute Verwaltung und Touristeninformation. Es dauert etwas, bis wir die Schlüssel finden und eine Verantwortliche sich unser annimmt. Die Herberge ist erst ab 17.00 Uhr zugänglich, da wir aber mit Bus abgekürzt hatten, waren wir zu früh. Ohne Bus wäre ich zumindest heute gar nicht angekommen. Michelle, die Ehrenamtliche ist sehr nett, versorgt uns mit Stempel, Infos und ein paar Lebensmittel und Toilettenpapier aus dem abgeschlossenen Vorratsschrank. Meinem Mann geht’s nicht gut, Erkältung, Hitzeschlag, während Michelle und ich alles besprechen, liegt er heiß im Bett und schluckt fleißig Tabletten. Wir brauchen dringend einen Ruhetag !

Die vier Betten hier werden heute voll, spät kommt noch ein französisches Pärchen. Die Herberge ist sauber, es gibt Einmallaken und saubere Decken. Und wir schlüpfen mal wieder zeitig in die Schlafsäcke.


Erkenntnis des Tages: Man darf auch Bus nehmen.


 

 

 

20.05.2026 Le Mas de Azil - Clermont  14,6km

Wir haben gar nicht mitgekriegt, wie Alain heute morgen aufbrach. Er ist mit Zelt unterwegs, hat einen langen Tag vor sich.

Mittwochs ist Wochenmarkt in Mas de Azil, wir benötigen etwas Proviant und suchen ein kleine Bar für Cafe au lait und Croissant, begegnen Yvonne und ziehen los. Kurz hinter dem Städtchen die Grotte von Le Mas de Azil, eine Tunnelhöhle und prähistorischer Fundplatz, durch welche der Fluss Arize, die Straße und ein Fußweg führen. Vor der Grotte der Wasserfall, und ein hübscher großflächiger Picknick- und Rastplatz, heute tummeln sich am Morgen die Rasenmähermänner hier und pflegen das Gelände, wir nutzen ihre Pause, um den Morgendreh zu machen.

Spannend der Weg durch die Grotte, rechts die Arize, links der Verkehr, der Fußweg ist beleuchtet und nach etwa 500 m verlässt man die Höhle. Kurz darauf nehmen wir den ausgeschilderten Wanderweg und haben mal Matsch unter den Füßen, es muss hier echt stark geregnet haben.

Erst in Le Saret verlassen wir den Wald und ein Stück hin lockt eine Patisserie mit einer wunderschönen Hausmalerei für das hier bekannte Gebäck Croustades aux pommes, einem Apfelkuchen. Den gönnen wir uns, müssen allerdings einen ganzen kaufen, verschlingen ein paar Stücken warm und trinken Leitungswasser dazu. Hoffentlich geht das gut. Hinter Clermont gibt es nur eine mögliche Unterkunft, eine ältere in die Jahre gekommene Gite, namens Le Chateau, die vom 78jährigen Andre betrieben wird. Die Zimmer sind alt, da Bad sauber und mit dem Abendessen gibt er sich redlich Mühe. Wir essen zu dritt im Garten und schlüpfen bald in die Betten.



Erkenntnis des Tages: Warmer Apfelkuchen und kaltes Leitungswasser – geht .

 


19.05.2026 Montegut Plantaurel - Le Mas de Azil  17,9km

Virginie ist schon zur Arbeit, Manuel im homeoffice, der Frühstückstisch ist vorbereitet, es gibt Kaffee aus großen Schalen und wir erzählen mit dem Hausherrn. Es gibt eine Herzliche Verabschiedung und als ich die Rechnung bezahlen will, gibt er mir zu verstehen, dass mit der wie ich meinte Anzahlung, bereits alles beglichen ist, heißt, wir haben für 60,- Euro für zwei Personen ein sauberes Doppelzimmer mit eigenem Bad und leckere Halbpension bekommen. Super. Das Wort lecker übrigens fanden beide lustig.

Aus dem Ort hinaus geht es lange am Flüsschen Leze, das neben der Straße plätschert, entlang. Heiße Tage stehen uns bevor. Da ist man dankbar, wenn man diese hübschen Plätze in den kleinen Dörfchen findet, Mairie, Kirche, Wasser, Bank.

Kurz vor Mas de Azil ein Campingplatz, mit Bar und Pyrenäen-Cola. Der Ort ist nicht mehr weit und fast immer gehts zuerst in die Touristeninformation, Stempel und Adresse der Pilgerherberge gibt es von der Mitarbeiterin. Rue du Temple, gleich neben der Kirche,Toilette und Dusche parterre, winzige Kochgelegenheit auf halber Treppe, zwei Treppen hinauf zwei Schlafsäle.

Wir beziehen den hintersten, vorn schläft Alain, ein sympathischer Franzose, der sich echt freut über die Einladung zu Spaghetti und Tomatensoße.

Irgendwann kommt dann Yvonne, die sich ehrenamtlich für die Pilgerherberge engagiert, mit einem zweiten Stempel vorbei. Auch gut. Wir verschwinden alle drei ziemlich schnell in den Schlafsäcken.


Erkenntnis des Tages : Wir werden viel Wasser brauchen.

 







 18.05.2026 Pamiers - Montegut Plantaurel  26,4 km

 

Unsere Pilgertour auf der Voi Piemont Pyrenee geht weiter.

Nachdem wir im vergangenen Jahr entgegen unseres Vorhabens nur bis Pamiers und nicht wie geplant bis nach St. Lizier gelaufen sind, starten wir also in diesem Jahr in Pamiers. Je weiter wir auf dem Weg kommen und je südlicher wir einsteigen, um so länger gestaltet sich die Anreise. So kamen wir nach vier Zügen und einer Zwischenübernachtung Sonntag in Pamiers an, hatten ziemlich Stress mit der über booking.com gebuchten Ferienwohnung, der Typ wollte 300,- Euro Kaution überwiesen haben, was allerdings nur im Kleingedruckten stand und das auch erst nach der Buchung. Zack, storniert und zum Glück noch ein Hotelzimmer im einzigen Hotel am Platz gekriegt.

Fängt ja gut an !


Weiter im Plan, geht es nach gutem Schlaf endlich los.

Auf das Hotelfrühstück verzichten wir und besuchen erstmal

die Kirche Notre Dame du Camp, um vielleicht einen Stempel für den Pilgerpass zu bekommen. Uns bemerkt ein Mann, der gerade aus dem Beichtstuhl kommt und er führt uns ein paar Straßen weiter ins kirchliche Sekretariat, einen hübschen Stempel gibt’s und gute Wünsche für den Weg. Die brauchen wir heute. Nach dem Frühstück in einer Boulangerie im Stadtzentrum gehs flott hinaus und etwas hinauf, viel Matsch, wir schliddern laufend zurück, dabei sind wir erst in den Ausläufern der Pyrenäen. Oben, an einem kleinen Asphaltsträßchen fliegen dann erstemal die Stöcke auf die Straße. Zum Glück ist es bewölkt und wir trotten Sträßchen weiter. Keine Ortschaften liegen am Weg, einige hübsche Wohnhäuser und hurra eine Sitzgelegenheit für Pilger. Danke. Nach der Pause geht’s durch kleine Wäldchen, an Feldern entlang, mir Rast an der Mairie in Saint-Victore-Rouzaud, und ich bin ja immer beeindruckt von den teilweise ziemlich gepflegten Plätzen, mag der Ort auch noch so klein sein, es gibt Bänke, Wasserstellen und öffentliche Bücherschränke. Nur Bushaltestellen, die gibt’s nicht. Und so trotten wir immer weiter, Montegut Plantaurel kann man bald von oben sehen, auch die Straße, die in endlosen Kurven hinab führt, mehrmals chatte ich mit Virginie, der Besitzerin der heutigen Gite und verschiebe unsere Ankunftszeit.

Das Ehepaar ist sehr nett, Manuel spricht deutsch, das Zimmer ist sauber und eine große Dusche gibt’s auch. Zudem

Table d hote, die beiden kochen für uns, Zucchinisuppe, Kartoffelauflauf, Erdbeeren aus dem Garten und selbstverständlich Käse. Wir unterhalten uns angeregt und schlafen gut. Danke Euch beiden.


Erkenntnis des Tages : Langer Tag – fliegende Wanderstöcke- am Ende Gastfreundschaft und alles ist gut.

 





Samstag, 25. April 2026

Etappen 2025 Montpellier - Pamiers




Auf gehts !  Ultreira !



Straßburg - Montpellier






Eglise Saint Roch





 Übernachtung in Montpellier



 13.04.25    Montpellier - Beziers mit dem Zug, Übernachtung Hotel La Prison, Beziers


Beziers

Start im Regen


14.04.25 Beziers - Colombiers,  8 km, Übernachtung Pizzeria Restaurant La Montagne


 

 Canal du Midi und viele Schleusen

 

 

 

 

 

15.04.25 Colombiers - Capestang, 12 km, Übernachtung Aux berges du canal Capestang


 

 




immer am Canal entlang






 

 


Gegenverkehr


 

 Capestang


hübsche Gite und nette Gastgeberin


 

16.04.25 Capestang - Pouzols en Minervois, 25,5 km, Übernachtung Domaine de Creva-Tinas



 


 

 

Cruzy


der einzige Pilger, den wir treffen


kleine Pause
 


Domaine de Creva-Tinas
Gruppen -und Pilgerherberge
 

 
und wieder nette Gastgeberin

 


17.04.25 Pouzols en Minervois - Azille, 24 km, Übernachtung Canoinesses de la Mére de Dieu



 

 

 was für ein Wind

 

 


 

 


 

 
Azille
 


 der Kanonissen



herzlicher Empfang





Merci



18.04.25 Azille - Nähe Saint Frichoux, 13km, Übernachtung Domaine du Siestou



 

 


 

 






 

ein langer Wandertag - Gite zufällig am Wegesrand gefunden, lecker Halbpension

 


und wunderbare Gastgeber


19.04.25 Nähe Saint Frichoux- Carcassonne, 23km, Übernachtung Studio Mas Sarl


 

 

heute solls ein Stück mit dem Bus nach Carcasonne gehen

 


 aber das nette spanische Gast -Ehepaar aus der Gite sammelt uns auf 

 


  und zack , jetzt rauf zur Festung




 

 

 Dame Carcas


 

und viele Touristen



 

20.04.25 Ruhetag Carcassonne

 



 

der Weg der Katharer

 


Sightseeing



Hurra, eine Waschmaschine







Einkauf

Abendmenü



Snack

 Frühstück


 

 

21.04.25 Carcassonne - Montreal, 26km, Übernachtung Kommunale Pilgerherberge de Montréal-de-l'Aude

 


 

 





 immer noch windig




 



 Ferme ! Schade




 

Pilgerherberge


 


 

 

22.04.25 Montreal - Fanjeaux, 12km, Übernachtung Monastere de Prouilhe

 

 

 



 


 



 

 


 

 Monastere Prouihle



 




Herzlich empfangen von Schwester Lioba





Pilgerzimmer nur für uns


 



 23.04.25 Fanjeaux - Mirepoix, 23km, Übernachtung Gites de Mirepoix "le Presbytére"

 


 
 
 
 

 Fanjeaux
 
 

 
 

 

 
 Mirepoix
 


 




 

 
24.04.24 Mirepoix - Le Carlaret, 23km, Übernachtung privat Elisabeth Audouin, 156 Rte de
 la Gare, Le Carlaret
 


 


 Start morgens, es regnet schon wieder






Vals





 Ferme

 





 Sachen trocknen im kleinen Cafe in Vals


 

 

nach Le Carlaret



 

25.04.25 Le Carlaret - Pamiers, 10km, ohne Übernachtung Rückreise mit Zug nach Montpellier

Video Momente 1-3