Sonntag, 24. Mai 2026

 22.05.2026 Saint Lizier - Castillon-en-Couserans  20,2km

Meinem Mann geht’s wieder besser, es war zu heiß gestern. So besichtigen wir noch die Kathedrale, machen unseren obligatorischen Morgendreh und ziehen bergab, überqueren den Salat und nehmen den Wanderweg Richtung Moulis, durch gepflegte kleine Wohnsiedlungen, der Baustil einiger Häuser ähnelt manchmal schon den spanischer Finkas. Auch einige Straßennamen. Am Flüsschen Lez entlang führt die Route idyllisch bis nach Moulins, hier gönnen wir uns an einem Straßenpavillon wieder selbstgebackenen Croustard und eine längere Pause. Schwer kommt man dann wieder hoch, und fast jede Bank ist unsere. In Louzenac hoffen wir, auf einem Campingplatz etwas zu trinken zu kriegen, Fehlanzeige, schmutzig. Außerhalb von Engomer entdecken wir ein Wohnmobil, vor dem eine Frau sitzt. Hilfsbereit bietet sie uns Wasser und eine Sitzpause an. Wir kommen mit ihr wieder mit Hilfe des Googleübersetzers ins Gespräch, sie ist Zeugin Jehovas und zieht mit ihrem Wohnmobil durchs Land. Und ab jetzt geht’s nur noch schleppend eine kleinen Asphaltweg bis nach Castillon-en-Couserans. Ich bin fix und fertig als wir die Touristeninformation erreichen. Die Mitarbeiterin erklärt uns, dass es hier für diese Jahreszeit viel zu heiß sei und vermittelt uns zur Pilgerunterkunft, ein ehemaliges Kapellchen. Ausreichend für maximal zwei Pilger. Der Eingang zu Bad und Toilette erfolgt von der Straße, der zum Bett 20 m seitlich davon über den Spielplatz. Obwohl die Gemeinde mit einem großen Schild am Ortseingang als Commune halte Chemins de Compostelle wirbt, erscheint die Herberge doch ein bisschen ungepflegt, so dass wir kurzerhand unser Pilgermenü nach draußen verlagern und morgen den Bus nach St. Lary nehmen werden. Denn es wird hinein gehen in die französischen Pyrenäen und viele Höhenmeter warten auf uns. Da gibt’s den ersten Ruhetag.


Erkenntnis des Tages: Viel trinken !!!

 


 

 

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